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Das agentische Business OS
Moin liebe Leser:innen,
TLDR
Ich bin gerade auf Tour in den USA. Und während andere Künstler, ihre Crew und ihre Manager gefragt haben, was ich denn so mit KI mache, habe ich gemerkt: Die Probleme sind dieselben wie in jeder anderen Branche — nur ohne festes Büro, ohne feste Infrastruktur, ohne die Illusion dass man morgen Zeit hat. Das hat mich etwas bestätigt, das ich schon länger denke: Die Menschen die am meisten von einem echten Business-System profitieren würden, sind genau die, die nie Zeit haben, eines aufzubauen. Ich habe eines gebaut — für mich. Und jetzt baue ich es für andere.
Das Touring-Business kenne ich seit zwanzig Jahren — als Tourmanager, nicht als Beobachter. Ich weiß wie eine Produktion läuft. Ich weiß wie sich die Hektik anfühlt wenn alles gleichzeitig passiert und du trotzdem Entscheidungen treffen, E-Mails beantworten und dein eigenes Business im Blick behalten musst — von einem Backstage-Bereich aus.
Drei Gespräche auf dieser Tour haben ein Muster bestätigt das ich schon länger kenne.
Der FOH-Tech einer Produktion macht Produktionsleitung für vier Künstler. Immer unterwegs. Eigene Firma. Und er sagt: "Ich falle hinten raus. Die Arbeit passiert, aber das Business bleibt liegen. - kannst Du mir helfen?"
Eine Artist-Managerin verliert Stunden mit E-Mails. Sucht Anhänge. Leitet Dinge weiter. Immer dasselbe. Ihre Frage: "Kann man das irgendwie automatisieren?"
Ein Kontakt aus der Veranstaltungstechnik hat zugehört und gesagt: Das was du machst, klingt interessant für uns.
Drei Gespräche. Drei verschiedene Rollen. Dasselbe Problem.
Und das Problem ist nicht: "Ich kenne KI nicht."
Das Problem ist: "Ich habe kein System."
DAS BUSINESS OS — WAS ICH GEBAUT HABE UND WARUM ES FUNKTIONIERT
Der Gedanke
Jeder der ein Business führt hat Dinge die er tun muss. Buchhaltung. E-Mails beantworten. Angebote schreiben. Kommunikation mit Partnern. Kunden nachfassen. Verträge prüfen.
Die meisten machen das manuell. Nicht weil sie es wollen — sondern weil niemand die Zeit hatte, es anders aufzusetzen.
Das Ergebnis: Die Arbeit die das meiste Geld bringt — ein Angebot schreiben, einen Deal nachfassen, eine Anfrage beantworten — bleibt liegen. Nicht weil man es vergessen hat. Sondern weil die Routine-Arbeit den Raum frisst.
Ich habe das für mich erkannt. Und ich habe es gelöst.
Was ich gebaut habe, nenne ich ein Business Operating System. Kein Software-Produkt. Kein Tool das man kauft. Ein System aus Claude Code, strukturierten Daten und Agenten — das auf die spezifischen Aufgaben und Pain Points einer Person zugeschnitten ist.
Wie das konkret funktioniert
Der Ausgangspunkt ist immer eine Frage: Wo verlierst du Stunden?
Nicht: "Was könnte KI für dich tun?" Sondern: "Was hält dich davon ab, das zu tun was du eigentlich tun willst?"
Für die Artist Mangerin wäre die Antwort: E-Mails die ich manuell durchsuche, Anhänge die ich in Dropbox verschiebe, Informationen die ich extrahiere und an Kollegen weiterleite. Das passiert täglich. Es nimmt 2–3 Stunden.
Für den FOH-Tech: Die Kommunikation mit vier Künstlern und ihren Teams — Terminabsprachen, Technik-Rider, Rechnungen, Statusupdates. Alles parallel. Alles manuell.
Der nächste Schritt ist nicht "welches Tool." Der nächste Schritt ist: Wo leben die Daten die diese Arbeit produziert? E-Mails? Dropbox? Google Drive? Ein lokaler Ordner auf dem Laptop?
Wenn ich weiß wo die Daten leben, kann ich einen Plan machen. Wie zentralisiere ich alles an einem Ort? Wie baue ich eine Struktur auf die ein System "verstehen" kann?
Der dritte Schritt ist dann der Aufbau. Agenten die auf diese Struktur zugreifen. Workflows die die Routine-Aufgaben übernehmen. Ein System das proaktiv arbeitet — nicht nur wenn du es fragst.
Das ist kein theoretisches Konzept. Ich nutze es selbst. Täglich.
Was das für das Live-Business bedeutet
Das Touring-Umfeld ist ein Extrembeispiel für ein Problem das überall existiert: Ein Business zu führen ohne den Luxus einer stabilen Umgebung.
Kein festes Büro. Viele Menschen um einen herum — aber keiner der im selben System arbeitet und dem man eine Frage stellen kann wie einem Kollegen. Keine Aufgabe die bis morgen warten kann. Die Entscheidungen passieren jetzt — im Bus, Backstage, zwischen Soundcheck und Show.
Ein Business OS ist für diese Situation nicht ein Nice-to-have. Es ist der Unterschied zwischen einem Business das funktioniert wenn du nicht da bist — und einem das stillsteht.
Und genau deswegen fange ich jetzt an, das systematisch für andere aufzubauen.
Mit einer internationalen Management-Agentur schaffen wir mit meinen Brunch & Learn Sessions zunächst die Grundlagen für alle Mitarbeiter, sechs Stunden, und danach baue ich ein System für sie das auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist.
Und jetzt auf der Tour habe ich gemerkt: Die Leute im Live-Business wollen dasselbe.
Sie haben nur noch weniger Zeit als andere.
KIT-EXKLUSIV
Du liest die vollständige Newsletter-Version. Der Befehl unten erscheint nicht auf LinkedIn — er ist der Grund warum es sich lohnt, hier zu sein.
Die 4 Discovery-Fragen — für dich oder deine Kunden:
Wenn du selbst ein Business OS aufbauen willst — oder jemandem dabei helfen willst — fang mit diesem Gespräch an:
Ich möchte verstehen, wo dein Business-Alltag am meisten Energie kostet.
Beantworte mir ehrlich diese 4 Fragen:
1. Wie sieht dein typischer Arbeitstag aus?
(Was machst du zuerst, was kommt dann, was machst du als letztes?)
2. Wo verlierst du Stunden — also Dinge, die du immer wieder machst,
die sich repetitiv anfühlen, die dich nicht voranbringen?
3. Wo würdest du gerne proaktiver sein — also Dinge, die du oft zu spät machst
oder vergisst, weil du keine Zeit hattest?
4. Was ist die eine Aufgabe, die, wenn sie automatisch erledigt wäre,
deinen Arbeitsalltag am stärksten verändern würde?
Auf Basis dieser Antworten: Was sind die 3 wichtigsten Pain Points?
Und für welchen davon wäre ein KI-gestützter Workflow der sinnvollste erste Schritt?
Das ist die Grundlage für jedes Business-OS-Gespräch. Nicht das Tool. Nicht die Architektur. Die vier Fragen.
WAS DU DIESE WOCHE TUN KANNST
- Mach den Selbst-Test: Benutze die vier Discovery-Fragen für dein eigenes Business. Schreib die Antworten auf — ehrlich, unzensiert. Wenn du nach Frage 2 mehr als drei Dinge auflistest, ist das ein klares Signal.
- Identifiziere deine Daten-Standorte: Wo leben deine Arbeitsdaten? E-Mail? Google Drive? Dropbox? Lokale Ordner? Wer das nicht in zwei Sätzen beantworten kann, hat das erste Problem gefunden.
- Wenn du im Live-Business arbeitest: Techniker, TourManager, Artist-Manager, Agenturen — wenn du weißt dass jemand in diesem Bereich arbeitet und dieses Problem hat, schick diese Ausgabe weiter. Das ist genau für die.
P.S.
Wenn du dir denkst: "Ich hätte Interesse, mein Business OS aufzubauen" — oder du jemanden kennst, für den das relevant ist: Schreib mir eine Nachricht. Das ist genau das was ich gerade aufbaue.
P.P.S.
Nächste Woche gehe ich tiefer: Was steckt konkret in einem Business OS, was kostet es in Zeit und Setup, und für wen macht es wirklich Sinn — und für wen nicht.
Bis nächste Woche,
André